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01 Aug

A unique and a safe haven for a lot of people

Thoughts of Jael To and Noemi Fricker, two of our One Happy Family Volunteers, after working with One Happy Family for a couple of days.

The media seems to have forgotten about the reality that thousands are still fleeing war zones… People are still coming almost daily to Lesvos and other Greek Islands with inflatable boats – searching for a safe place to live in peace… There are still smaller, private funded NGOs and grassroots organizations helping these newly arrived people at the beach. People are still deported to Turkey and still, we get informations about illegal pushbacks by the coastguard – even if everyone is aware of the bad conditions for refugees in Turkey.

After arriving on the island, people have to live for the first month in Moria Refugee Camp. Families may be granted to live somewhere else, while many single men and women are stuck. Moria Camp, a former prison built for 500 criminals, then extended for up to 2’000 people, now holds about 3’200 people fleeing from terrible conditions in their home countries. Children are seeking a place to stay, a place to learn, a place to laugh. Women are risking everything for a better future for their children, wanting to be able to provide their children a safe place to grow up and themselves a place to live in peace. Men try to forget about the suffering back home. All are seeking a life where human rights are respected.

“If I don’t witness it, if I don’t try to see the whole picture, if I don’t build an opinion, if I don’t act when things go totally wrong – I would be ashamed of myself.”

These people demand to be known. They demand that we share our knowledge about their situation. They demand to be treated in a way that one would treat their family and friends. The One Happy Family – Community Center provides a safe place where beneficiaries can spend their time and get back some self determination. This Community Center is so special since it’s not made and run for the refugees but it works together with them. It provides a room to be just a human being and not primarily a refugee. It provides a safe place where everyone can develop his or her own ideas, where you can sit quietly and have a coffee if you wish for it and where people from all kind of backgrounds gather together.

It is unique and a safe haven for a lot of people, but this project needs your support:

Donate, if you think that these people fleeing from war deserve to have a safe space outside of the camps and get their basic needs such as clothes, food, and a strong community.

14 Jul

Happy people do good things

„Happy people do good things“ – as simple as it is, that’s what I’ve learned at the OHF. And it is a challenge to spread happiness in a context where crimes against humanity caused by the European closed-doors policy become the most visible. Deportations, inhuman conditions in the camps, a lack of perspective – all these EU-constructions are not what people should be confronted with after having experienced war and violence. The more important it gets to have a kind of „safe haven“ while being stuck and forced to wait, an open space to come together, meet friends, laugh and relax. And the OHF shows how it works: solidarity, diversity and tolerance in practice, not for but with each other, at eye-level.

The OHF is a role-model for what large parts of the European affluent society should put into practice urgently, by opening a space where human values are upheld and that allows expression as well as potential and resources to unfold – as far as possible in the context of a humanitarian crisis. You rock!

Johanna

14 Jul

Es läuft – aber nicht ohne unsere Helfer

Eindrücke nach 9 Wochen als Volunteer Koordinatorin

Von meinem ersten Aufenthalt im Frühjahr 2016 wusste ich wie intensiv schon ein kurzer Einsatz vor Ort sein konnte. Anderes Land, viele neue Menschen aus verschiedensten Kulturen, mit anderen Mentalitäten, schwierigen und traurigen Vergangenheiten und Geschichten.

Auch diesmal stellten sich einige der Freiwilligen ähnliche Fragen wie ich mir:

Ungewissheit was mich erwarten würde, erster Kontakt mit den Flüchtenden- wie soll ich mich verhalten? Was darf ich fragen über ihre Vergangenheit? Was denken sie über mich- wo ich doch aus einem reichen, sicheren Land komme?

Dazu kamen die Sprachbarriere und gewisse Vorurteile, teils aus den Medien, teils vom zuhause.

Jeder Volunteer hatte seine schlechten Momente, wo das Ausmass der Situation sowie die Hilflosigkeit nicht genug für die Menschen vor Ort tun zu können, zum Ausdruck kam.

Im Volunteer – Haus wurden jeweils beim Abendessen die Eindrücke und die Ereignisse besprochen. So konnte wenigstens ein Bruchtteil des Erlebten verarbeitet werden.

Doch die viel grössere Hilfe, um mit der Situation umzugehen, kam meiner Ansicht nach während der Arbeit im OneHappyFamily. Unsere “Helpers” wie wir sie nennen – Menschen die seit Monaten jeden Tag ins Center kommen um uns beim Aufbau und Betrieb tatkräftig mithelfen- unterstützten die Volunteers bei den zu erledigenden Arbeiten aber auch seelisch.

Kam ich beispielsweise mit der Situation von Ort nicht klar, wurde dies von einigen der Helpers sofort bemerkt. Trotz Probleme mit der Sprache wurde kein Versuch ausgelassen mich aufzuheitern. Diese Momente brachten  die bewunderswerte Stärke der Menschen aus den Camps zum Vorschein. Es war schön zu sehen, dass auch andere Volunteers solche Erfahrungen machen durften- was jeden bestärkte wieder mehr zurück zu geben.

Mich erstaunte immer wieder die grosse Neugier und Freude an neuen Freiwilligen seitens der “Helpers”, aber noch mehr wie herzlich und intensiv die Abschiede schon nach kurzen Begegnungen waren.

Ich kann wohl behaupten, dass jeder Volunteer mit vielen gemischten Gefühlen abgereist ist: traurig, weil es Zeit war sich von wunderbaren Menschen zuverabschieden und man sie auf der Insel zurücklies, glücklich weil man daran beteiligt war den Menschen während ihrem Besuch im OHF ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, bereichert durch die tollen Erinnerungen und Begegnungen mit starken und beeindruckenden Persönlichkeiten. Es ist toll zu wissen, dass die Arbeit im OHF spuren hinterlassen, Mauern abgebaut und die Sichtweise verändert hat- bei Volunteers aus der ganzen Welt wie auch bei den Helpers und Besuchern des Centers.

Nun wo auch ich wieder zuhause angekommen bin, kann ich sagen, dass man viel lernen kann von der offenen, hilfsbereiten Art der Flüchtenden sowie dem ungeheuren Durchhaltevermögen, Monate unter prekären Umständen zu meistern.

Der Einsatz vor Ort war trotz oder vielleicht wegen allen Höhen und Tiefen eine grosse Bereicherung.

Tamara

05 Jul

Shuttle, Bücher, Pflanzen, Shuttle

Der Tagesablauf ist einfach. Um 8 Uhr klingelt der Wecker, um 9 Uhr wird der Kaffee ins Community Center geliefert. „One happy family“ oder kurz OHF wird der Ort genannt, wo wir arbeiten, leben, uns die Nasen an der Sonne zu verbrennen. Weil wir das grösste Auto haben, haben wir die Ehre jeden morgen ca. um 10 zum Camp Moria zu fahren um die Arbeiter zum OHF zu bringen. Eine fröhliche Truppe von ca. 15 Männer von Nepal, Syrien, Algerien, Marokko, Afghanistan, Kongo stehen dann vor den Toren des Camps. Hinter ihnen zwei massive Zäune mit Stacheldraht und patrouillierende Millitärtypen mit dicken Sonnenbrillen. Rauchend, quasseln, manchmal ganz still begrüssen sie mich in diversen Sprachen und steigen in den Bus. 10 Minuten später schwärmen sie zum Tisch mit Toast und Käse und fahren dort weiter, wo sie am Tag zuvor aufgehört haben. Die Nepalesen bauen Tische, Bänke, Zäune, alles was aus Holz ist in grossen Massen. Das Kino ist schon fertig. Im Café mit kunstvoll verzierter Bar fehlen nur noch die Tische. Die Bibliothek ist fertig, nur noch ein paar Kisten arabische Bücher werden morgen eingeordnet. Die pinke Schule ist schon einiges weiter als zuvor, es fehlen Pflanzen, eine Wand zwischen den zwei Klassenzimmern und das Inventar. Ein Gärtner kam vor 2 Tagen mit einer riesen Ladung Pflanzen, die sich rund um das Gebäude ziehen werden. Ausserdem gibt es einen Indoor-garden der einem kleinen Urwald gleichen wird. Alles in Allem gibt es noch sehr vieles zu tun, die wichtigsten Teile sind aber fertig, sodass wir schon bald mit allen anstossen können.

Es ist eine wundervolle Arbeit und wenn die Arbeiter um 18 Uhr nur sehr zögerlich ins Auto zurück nach Moria einsteigen, wissen wir, dass wir etwas erreicht haben. Nämlich eine Atmosphäre der Menschlichkeit, Freude, Gemeinschaft, Frieden. „They treat us as humans here, not like animals like in the camp where we sleep“ Wir hören schlimme Geschichten, sehen verzweifelte Gesichter und versuchen so gut es geht zuzuhören und zu verstehen welche Zukunft diese Menschen erwartet. Obwohl wir bis jetzt noch keine unserer geplanten Aktivitäten durchgeführt haben sind wir sehr zufrieden, dass wir konstant etwas zutun haben und auch selber Initiative ergreifen können. Auch die Arbeiter verstehen langsam das Konzept. Zwei Künstler entwickelten Konzepte um die Wände und die Bibliothek zu bemalen, ein anderer verzierte die Mäuerchen im Garten mit viel Liebe und ein Dritter baute uns einfach mal schnell eine Treppe für die Bibliothek während sein Kollege, der Elektriker, Licht installierte. Manchmal wissen wir gar nicht mehr was helfen. Aber genau das ist das Ziel dieses Orts. OHF gehört den Leuten in den Camps, sie können ihn gestalten, sie werden ihn betreiben, sie werden sich gut fühlen auf ihre Art und wir werden nur assistieren, die Sicherheit gewährleisten und sie vielleicht ab und zu auf neue Ideen bringen.

Abends sind wir sehr müde, auch ein Grund wieso dieser Eintrag hier schon zu Ende ist. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte.

Ursprünglich veröffentlich von FLO hilft am 29. März 2017

05 Jul

Shuttle, Bücher, Pflanzen, Shuttle

Der Tagesablauf ist einfach. Um 8 Uhr klingelt der Wecker, um 9 Uhr wird der Kaffee ins Community Center geliefert. „One happy family“ oder kurz OHF wird der Ort genannt, wo wir arbeiten, leben, uns die Nasen an der Sonne zu verbrennen. Weil wir das grösste Auto haben, haben wir die Ehre jeden morgen ca. um 10 zum Camp Moria zu fahren um die Arbeiter zum OHF zu bringen. Eine fröhliche Truppe von ca. 15 Männer von Nepal, Syrien, Algerien, Marokko, Afghanistan, Kongo stehen dann vor den Toren des Camps. Hinter ihnen zwei massive Zäune mit Stacheldraht und patrouillierende Millitärtypen mit dicken Sonnenbrillen. Rauchend, quasseln, manchmal ganz still begrüssen sie mich in diversen Sprachen und steigen in den Bus. 10 Minuten später schwärmen sie zum Tisch mit Toast und Käse und fahren dort weiter, wo sie am Tag zuvor aufgehört haben. Die Nepalesen bauen Tische, Bänke, Zäune, alles was aus Holz ist in grossen Massen. Das Kino ist schon fertig. Im Café mit kunstvoll verzierter Bar fehlen nur noch die Tische. Die Bibliothek ist fertig, nur noch ein paar Kisten arabische Bücher werden morgen eingeordnet. Die pinke Schule ist schon einiges weiter als zuvor, es fehlen Pflanzen, eine Wand zwischen den zwei Klassenzimmern und das Inventar. Ein Gärtner kam vor 2 Tagen mit einer riesen Ladung Pflanzen, die sich rund um das Gebäude ziehen werden. Ausserdem gibt es einen Indoor-garden der einem kleinen Urwald gleichen wird. Alles in Allem gibt es noch sehr vieles zu tun, die wichtigsten Teile sind aber fertig, sodass wir schon bald mit allen anstossen können.

Es ist eine wundervolle Arbeit und wenn die Arbeiter um 18 Uhr nur sehr zögerlich ins Auto zurück nach Moria einsteigen, wissen wir, dass wir etwas erreicht haben. Nämlich eine Atmosphäre der Menschlichkeit, Freude, Gemeinschaft, Frieden. „They treat us as humans here, not like animals like in the camp where we sleep“ Wir hören schlimme Geschichten, sehen verzweifelte Gesichter und versuchen so gut es geht zuzuhören und zu verstehen welche Zukunft diese Menschen erwartet. Obwohl wir bis jetzt noch keine unserer geplanten Aktivitäten durchgeführt haben sind wir sehr zufrieden, dass wir konstant etwas zutun haben und auch selber Initiative ergreifen können. Auch die Arbeiter verstehen langsam das Konzept. Zwei Künstler entwickelten Konzepte um die Wände und die Bibliothek zu bemalen, ein anderer verzierte die Mäuerchen im Garten mit viel Liebe und ein Dritter baute uns einfach mal schnell eine Treppe für die Bibliothek während sein Kollege, der Elektriker, Licht installierte. Manchmal wissen wir gar nicht mehr was helfen. Aber genau das ist das Ziel dieses Orts. OHF gehört den Leuten in den Camps, sie können ihn gestalten, sie werden ihn betreiben, sie werden sich gut fühlen auf ihre Art und wir werden nur assistieren, die Sicherheit gewährleisten und sie vielleicht ab und zu auf neue Ideen bringen.

Abends sind wir sehr müde, auch ein Grund wieso dieser Eintrag hier schon zu Ende ist. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte.

Ursprünglich veröffentlich von FLO hilft am 29. März 2017