Community Centre Lesvos

MIT den Menschen, statt FÜR sie!

«One Happy Family» ist ein Gemeinschaftszentrum auf der griechischen Insel Lesbos. Lesbos ist aufgrund der Nähe zur Türkei eine Zwischendestination für Menschen auf der Flucht von Kriegen und Krisen im Mittleren Osten und Afrika. Diese Menschen bleiben nach ihrer Ankunft viele Monate auf der Insel, da sie aufgrund des EU-Türkei-Abkommens nicht auf das Festland weiterreisen dürfen, jedoch aufgrund der Menschenrechtslage in der Türkei meistens auch nicht zurückgeschickt werden können. Mit unserem Zentrum, welches stetig wächst und mehrere hundert Besucher pro Tag zählt, füllen wir Lücken, welche durch unzureichende humanitäre Hilfe und fehlende staatliche Interventionen entstanden sind.

Unser Ziel ist, den mehreren tausend auf Lesbos festsitzenden Menschen ein Stück Würde und Selbstbestimmung zurückzugeben. Innerhalb des Gemeinschaftszentrums gibt es viele verschiedene Projekte, welche auf Wunsch und Initiative der flüchtenden Menschen entstanden sind.

Das Community Center wird nicht FÜR geflüchtete Menschen gebaut und betrieben, sondern MIT ihnen. Gemeinsam mit Leuten aus verschiedensten Nationen, freiwilligen Helfern und geflüchteten Menschen soll es ein Ort für die Gemeinschaft sein. Die Menschen aus den staatlichen Lagern werden nicht nur in den Aufbau und Betrieb, sondern auch in die Ideenfindung und Entscheidungsprozesse mit einbezogen, um ihnen so ein Gefühl von Selbständigkeit, Eigenantrieb und Verantwortungsbewusstsein zurückzugeben. Diese Menschen leben oft seit Monaten und Jahren in vollständiger Abhängigkeit von staatlicher Hilfe und Hilfsorganisationen. Die Allermeisten wollen das nicht. Sie wollen sich selbst helfen – selbstbestimmt statt fremdbestimmt.

Das Projekt wird hauptsächlich durch private Spenden finanziert.

Projekte im Community Centre

Unser Gemeinschaftszentrum ist ein Ort der Vielfalt und des Wandels. Unsere Projekte vor Ort können sich je nach Situation und Kapazität verändern. Unser Hauptziel ist es, unseren Besuchern und Kursteilnehmer*innen einen sicheren Raum zu bieten. Zur Zeit können unsere Besucher Getränke aus dem Café genießen, die Computer in der Haupthalle benutzen, Kinder können unseren Spielplatz erkunden und einige kreative Aktivitäten geniessen. Unser Partner „International School of Peace“ betreibt die Schule für Erwachsene sowie ein Leadership-Programm für Jugendliche. Die Organisation „Low-Tech mit Flüchtlingen“ betreibt eine Reparaturwerkstatt namens „Makerspace“, repariert Fahrräder, erstellt Powerbanks und vieles mehr. „Medical Volunteers International“ bietet psychologische Unterstützung in der Klinik an. „Yoga und Sport für Flüchtlinge“ betreiben ein riesiges Sportprogramm in ihren eigenen Räumen nicht weit vom Zentrum und im Yogazelt bei OHF.